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Wer abends im Schlosshof Mellenthin sein Bier trinkt, bekommt unerwarteten Besuch. Während Mama Storch das Nest für die Nacht herrichtet, macht Papa Storch noch einen kurzen Ausflug zum Biergarten.

Ganz Deutschland befindet sich wieder im Storchenfieber. Jeder möchte unbedingt dabei sein, wenn die langbeinigen Vielflieger mit dem roten Schnabel ihre Sommerquartiere beziehen. Im Norden Deutschlands sieht man sie häufiger, auf Dachfirsten und alten Fabrikschornsteinen. Auch auf Usedom haben viele Störche ihr Zuhause für den Sommer gefunden. Das Achterland mit seinen vielen Wiesen, Bächen und Biotopen bietet ihnen ideale Bedingungen.

Das Storchenpaar von Mellenthin

In diesem Jahr sind die Störche erstaunlich früh zurück. Bereits Anfang Februar wurden die ersten Rückkehrer gesichtet. Vermutlich liegt das an dem milden Winter. Inzwischen haben viele schon ihre Nester bezogen und bereiten sich auf ihren Nachwuchs vor. Auch auf dem Gutshof gegenüber vom Wasserschloss Mellenthin hat sich wieder ein Storchenpaar eingenistet. Eifrig sind sie dabei, das Nest auszustaffieren. Schließlich soll alles schön und behaglich für die Kleinen sein. Jeden Morgen, wenn wir zum Frühstück gehen und den Schlosshof überqueren, werfen wir erst einmal einen Blick auf das Nest und überzeugen uns, dass sie noch da sind. Wie erwartet, ragt auch heute ein weißes Köpfchen über den Nestrand. Vom zweiten ist allerdings nichts zu sehen.

Ein lauer Sommerabend im Wasserschloss Mellenthin ist ein ganz besonderes Erlebnis. Die Gäste sind tiefenentspannt und das Bier noch leckerer als sonst.

Wenn die Tagestouristen fort sind

Als Junge verbrachte ich die Sommerferien mit meinen Eltern oft an der italienischen Adria. Ich habe dort sogar Schwimmen gelernt. Als ich größer war, unternahmen wir auch Tagesausflüge ins nahe Venedig. Ich war hin und weg. Meine Begeisterung für die Stadt wurde sogar noch gesteigert, als ich mit meiner Frau dort einmal für drei Tage blieb. Zwar kostete dieser Mini-Urlaub soviel wie zwei Wochen Badeurlaub an der Adria, aber das war es uns wert. Venedig versprüht nämlich einen ganz besonderen Charme, wenn der letzte Ausflugsdampfer abgelegt hat. Dann gehört die Stadt den Einheimischen und den – zugegeben – immer noch zahlreichen Übernachtungsgästen. Aber die Stimmung ändert sich deutlich, wenn die Sonne untergeht. Dann versprüht Venedig einen fast schon magischen Zauber.

Mehr als fünf Millionen Übernachtungsgäste jedes Jahr schätzen an Usedom vor allem den langen Sandstrand und die klare Ostsee. Das Achterland der Ostseeinsel Usedom mit dem Wasserschloss Mellenthin jedoch ist ein echter Tipp für Stressgeplagte, Aktiv-Urlauber und Genießer.

Endlich Urlaub. Zwar nur fünf Tage Mitte April, aber immerhin. Endlich mal wieder Zeit für sich selbst und den Lieblingsmenschen. Einfach den Alltagsstress hinter sich lassen, ausspannen und genießen. Auf Usedom gelingt all das bestens. Erst recht im Mittelpunkt der Insel, in Mellenthin. Unser Basislager für unsere Unternehmungen und zum Genießen haben wir direkt im Wasserschloss errichtet. Von hier aus sind alle Sehenswürdigkeiten Usedoms schnell genug zu erreichen. Der Touristentrubel der quirligen Seebäder ist aber weit genug entfernt. Zudem kann das Wasserschloss mit genau dem aufwarten, was wir wollen. Idyllische Natur, einsame Wege, die zum Radfahren oder Wandern einladen in Kombination mit einem Wellnesshotel mit eigener Brauerei, Limonadenherstellung und sogar einer Kaffeerösterei. Das ist Genuss pur. Großstädterherz, was willst du mehr!

Ein Ritterbuffet im Wasserschloss Mellenthin heißt ankommen in einer anderen Zeit, feudal schlemmen, beste Unterhaltung – und manchmal auch neue Freunde finden.

Das Ankommen im Wasserschloss Mellenthin war schon einmal grandios. Der freundliche Empfang, der leckere Kuchen und das exotische Kaffeebier ein echter Genuss. Bei der Wanderung rund ums Schloss waren die Beine erst etwas schwer. Kein Wunder, wenn man nach einer längeren Autofahrt sich mittags gleich mit einem Bier „stärkt“. Doch nach wenigen Schritten rund ums Wasserschloss Mellenthin bekamen wir gleich Lust auf ein paar Schritte mehr. Dass es dann doch so viele wurden, war dem herrlichen Frühlingswetter geschuldet und noch mehr der tollen Lage des Wasserschlosses. Last but not least wollten wir aber auch Platz schaffen für das Ritterbuffet am Abend. Gleich nach dem Check-In hatten wir uns an der Rezeption angemeldet. Positiv überrascht waren wir von dem Preis. Für nur € 19,90 wurde ein abwechslungsreiches, mittelalterliches Ritterbuffet mit Gauklern und Live Musik versprochen. Aus diversen Besuchen der Zitadelle in Berlin-Spandau waren wir da ganz andere Preise gewöhnt. Allerdings boten diese Events auch einiges für viel Geld. Doch bei dem Preis konnte man eigentlich nichts falsch machen.

Der Abend wurde lang. Die beiden Schlossgeister hätten vielleicht nicht sein müssen. Doch der Digestif nach der deftigen Pommerschen Küche tat gut. Und er war fast so lecker wie die beiden Baltic Lights beim Ritterbuffet am gestrigen Abend. Geschlafen haben wir aber dennoch bestens. Das mag auch an den komfortablen Betten gelegen haben. Die Matratzen sind angenehm hart und dennoch bequem. Die altersgerechte Liegehöhe erleichtert zudem das Aufstehen. Doch das ist wahrlich nicht nötig. Unser Zimmer befindet sich nach hinten raus. Die morgendliche Stille wird nur gestört von einer niedlichen Entenfamilie. Diese zieht schnatternd ihre gemütlichen Bahnen im bis zu 20 Meter breiten Wassergraben, der das ganze Schloss umgibt. Während meine Frau noch ein wenig Zeit im Bad braucht, spaziere ich durch den Schlossgarten. Die Freitreppe zum Restaurant ist beeindruckend. Das große Schlosstor ebenso. Die beiden Säulen sind nachts illuminiert, was schon fast etwas Verwunschenes hat. Von den Rittern und anderen Edelleuten vom Vorabend ist noch nichts zu sehen. Doch wir können es gar nicht abwarten, den Tag mit einem leckeren Schlossfrühstück zu beginnen. Auch zu Hause gehören wir zu den frühen Vögeln. Eine Angewohnheit, mit der wir auch im Urlaub selten brechen. Morgenstund hat bekanntlich Gold im Mund. Auf jeden Fall aber kann eine morgendliche Wanderung oder Radtour ein besonderes Erlebnis sein.

Im Urlaub will man sich wohlfühlen. Dazu gehört nicht nur ein schönes Zimmer, sondern auch ein abwechslungsreiches Verwöhn-Angebot für Körper und Seele. Das Wasserschloss Mellenthin kann da mit einer langen Liste aufwarten.

Wenn mein Mann und ich im Urlaubshotel ankommen, ist nach dem ersten Blick ins Zimmer und einem zufriedenen Nicken gleich ein weiterer Punkt ganz wichtig: Was ist sonst noch los im Urlaubsdomizil? Auch bei unserem ersten Besuch im Wasserschloss Mellenthin packen wir nur kurz die Koffer aus und gehen neugierig auf Entdeckertour.

Usedoms Natur und Vielfalt erlebt man am besten zu Fuß oder auf dem Rad. Das Wasserschloss Mellenthin ist ein idealer Ausgangspunkt für erlebnisreiche Touren.

Wer auf Usedom Urlaub macht, muss sich für einen Ort entscheiden. Wer Strand und Meer braucht, sehen und gesehen werden will, kann sich auf die mondänen Seebäder beschränken. Wer jedoch Usedoms Vielfalt genießen oder kennenlernen will, kommt um Ausflüge über die Insel nicht umhin. Wer etwas erleben möchte oder die unzähligen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten Usedoms kennenlernen möchte, sollte sich mal an der Rezeption umschauen. Im Wasserschloss Mellenthin finden sich in einer Auslage etliche Flyer zu ganz besonderen Highlights – zu Lande, zu Wasser und in der Luft. All diese Attraktion sind über die ganze Insel verteilt. Einige befinden sich aber auch in unmittelbarer Nähe zum Wasserschloss. So ist beispielsweise ein Rundflug über die Insel in einem Ultraleichtflieger auch beim Fliegerclub Mellenthin möglich. Dieser ist in nur zehn Gehminuten vom Wasserschloss erreichbar. Eine der größten Attraktionen Usedoms ist aber ohne Frage ihre vielfältige Natur. So kann die Insel etwa auf die größte Dichte an Naturschutzgebieten im ganzen Bundesgebiet verweisen. Abseits der trubeligen Seebäder und der Hauptstraßen warten allein 14 Naturschutzgebiete des Naturparks Insel Usedom darauf, entdeckt zu werden. Viele davon befinden sich im idyllischen Achterland, ein plattdeutscher Ausdruck für Hinterland.

Heute steht eine Radtour auf dem Programm. Auf den Spuren Lyonel Feiningers wollen wir nach Neppermin und dann auf schönen Wald- und Wiesenwegen wieder zurück zum Wasserschloss Mellenthin fahren.

Gleich nach dem Frühstück radeln wir los. Die Fahrräder haben wir uns im Hotel ausgeliehen. Sie machen einen soliden und gut gepflegten Eindruck. Hinter dem Schlossgraben biegen wir links ab und folgen den hölzernen Hinweisschildern Richtung Neppermin.

Auf Feiningers Spuren

Warum machen wir eigentlich eine Feininger-Tour, wo wir doch gar keine Kenner seiner Werke sind? Eher im Gegenteil. Erst auf Usedom haben wir von ihm gehört. Ganz einfach: Auf der Strecke liegen Orte, die scheinbar so schön sind, dass sie einen Maler inspiriert haben. Diese Aussichten wollen wir auch genießen. Und wie auch Feininger damals, erstrampeln wir uns die besonderen Momente mit Muskelkraft und dem guten Gefühl, später zufrieden und hungrig zum Brauerabend ins Wasserschloss zurückzukehren. Aber davon sind wir erst mal noch ein gutes Stück entfernt.
Unser erster Halt ist ein Bootssteg mit einem idyllischen Fischkutter. Auf den hölzernen Planken befindet sich ein bronzener Orientierungspunkt. Er zeigt genau an, wo einst die Staffelei des deutsch-amerikanischen Impressionisten stand. Schaut man in die gleiche Richtung wie er damals, kann man weit die Küstenlinie entlang blicken. In der Rundung liegt der Ort Neppermin. An diesem Tag ist der Wind frisch und kühl. Der Schilfgürtel raschelt, die Wellen platschen gegen den Steg, Möwen segeln kreischend im Wind. Eine tolle Küstenatmosphäre, wie sie nicht nur ein Maler schätzt.

Wasserschloss Mellenthin
Schlossallee 5
17429 Mellenthin
Tel.: 038379 2878-0
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Januar-18.April täglich ab 12 Uhr geöffnet.
19.April-3.November täglich ab 11 Uhr geöffnet.
4.November-31.Dezember täglich ab 12 Uhr geöffnet.
 
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