Fackelwanderung, Lagerfeuer und dann bei Feuerwerk am Ostseestrand auf das neue Jahr anstoßen: Silvester ist im Wasserschloss Mellenthin ein echter Knaller.
Silvester ist ein ganz besonderer Tag. Das alte Jahr mit all seinen Höhen und Tiefen ist fast vorbei. Das neue lockt mit der Aussicht, dass jetzt alles gut oder sogar besser wird. Am 1. Januar beginnt der Startschuss für 365 neue Tage, in denen die Karten neu gemischt werden. Viele Menschen lassen deshalb das alte Jahr gern bei guter Stimmung mit einer Silvesterparty ausklingen. Sie schließen sich mit Nachbarn, Freunden oder Verwandten zusammen und veranstalten eine private Feier. Oder sie mischen sich unter Gleichgesinnte und tanzen auf öffentlichen Silvesterfeiern ins neue Jahr. Großen Ansturm erleben vor allem geschichtsträchtige Orte wie das Brandenburger Tor, an dem jedes Jahr zu Silvester zehntausende bei einer großen Open-Air-Party und spektakulärem Feuerwerk das alte Jahr verabschieden und das neue willkommen heißen.
Früher war Silvester ein Papst
Die Tradition, Silvester zu feiern, ist schon alt. Sie geht zurück auf einen Papst mit Namen Silvester, der im 4. Jahrhundert lebte. Genau am 31.12. wurde er zum Papst ernannt und – wie das Schicksal es so wollte – verstarb er genau 21 Jahre später am gleichen Tag. Er wurde später heiliggesprochen, da man ihm nachsagte, nur durch Handauflegen Kranke heilen zu können.
Außer Namensgeber für den letzten Tag im Jahr ist der Heilige Silvester auch Schutzpatron der Haustiere. Aus heutiger Sicht sehr passend, denn gerade diese brauchen am Jahresende mehr als nur Gehörschutz.
Bei der Tradition, das neue Jahr mit lauten Böllern und buntem Feuerwerk zu begrüßen, hatte die Kirche sonst aber nicht ihre Hände im Spiel. Im Gegenteil. Sie konnte sich nicht gegenüber verbreiteten heidnischen Bräuchen behaupten, durch Krach, Feuer und sogar lautes Glockenläuten um Mitternacht böse Geister zu vertreiben. Auf einigen Dörfern hämmerten sogar Schmiede abwechseln auf einen Amboss, um das alte Jahr im wahrsten Sinne des Wortes in die Flucht zu schlagen. Diese Rituale stammen alle noch aus dem vorchristlichen Glauben. Heute haben sie ihre Bedeutung in Deutschland längst verloren.