Nur im Inneren Gleichgewicht können Energien ungehindert fließen. Die Kombination aus körperlicher Aktivität, Erholung und Genuss gelingt bestens auf Usedom.
Langsamkeit entdecken
Früher, als ich noch nicht die Langsamkeit für mich entdeckt habe, bin ich gern gelaufen. Meistens so um die zehn Kilometer an fünf, manchmal auch sechs Tagen die Woche. In der Trainingsphase vor den Marathons waren es auch schon mal achtzig bis hundert Kilometer oder noch mehr. Wie viele ambitionierte Freizeitläufer, führte ich ein Läufertagebuch. Und wie bei den meisten Marathonis bot dieses nicht gerade pures Lesevergnügen: Strecke, Zeit, Puls, Gewicht, Gefühl beim Laufen. Ein paar nüchterne Zahlen, mehr nicht. Selbst in der letzten Spalte wurden die Einträge über die Jahre immer sparsamer. Irgendwann standen hier nur noch Begriffe wie super Lauf, prima, ging so, schwer, oder uff, selten auch uff-uff(!!!), wenn der Lauf sehr anstrengend war.
Mit den Jahren stapelten sich die Lauftagebücher. Reingeschaut in die alten Ausgaben habe ich nur noch selten. Irgendwann ließ ich es dann ganz. Nicht nur das Lauftagebuch schreiben, sondern auch das Laufen. Stattdessen entdeckten meine Frau und ich das Wandern für uns. Eine gesunde Sportart, die man mit ganz viel Spaß über viele Stunden ausüben kann, überall, zu jeder (Jahres-) Zeit und vor allem gemeinsam mit dem Partner oder sogar der ganzen Familie. Einfach herrlich!