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Das womöglich skurrilste Museum Usedoms ist das verrückte Bügeleisenhaus. Hier finden sich etwa 3000 der schweren und doch filigranen Exponate.

Ein Museumsbesuch – nicht nur bei Regenwetter

Die zweitgrößte Insel Deutschlands ist für viele Ostsee-Fans einfach das Größte. Das zeigt sich in den Übernachtungszahlen. Mit über fünf Millionen gewerblicher Übernachtungen jedes Jahr liegt Usedom klar vor dem größeren Inselnachbarn Rügen. Das liegt aber nicht nur an den vielen Sonnenstunden und dem herrlichen Sandstrand. Usedom bietet zudem beste Bedingungen für Menschen, die sich aktiv erholen wollen. So haben die ausgeschilderten Wanderwege eine Länge von 400 Kilometern. Das Radwandernetz, das natürlich auch Fußgänger nutzen dürfen, ist noch einmal mehr fast 200 Kilometer lang. Das lockt Aktiv‐Urlauber nicht nur in den Sommermonaten, sondern gerade auch in der Nebensaison an. Als begeisterte Wanderer schätzen wir natürlich besonders die Jahreszeiten, in denen nicht so viel los ist.

Nicht nur Bernstein kann man auf Usedom finden. In der Naturerlebniswelt begibt man sich auf eine erlebnisreiche Reise durch 500 Millionen Jahre Naturgeschichte.

Sich wie Edelleute fühlen

Das Ritterfest im Wasserschloss Mellenthin ist eine Attraktion, die Gäste aus ganz Usedom, aber auch weit über die Landesgrenzen hinaus anlockt. Auch bei unseren Urlauben im Wasserschloss sind die Ritterfeste immer fest eingeplant. Und obwohl wir schon an einigen teilgenommen haben, wird uns nie langweilig. Das mag daran liegen, dass man an den langen rustikalen Bierbänken in den Brauerei-Gewölben der früheren Schlosskapelle immer neue Leute kennenlernt. Mittelalterliche Spielmannsleute, beste Unterhaltung, nette Anekdoten, süffiges Bier und Tafelfreuden: Das alles führt dazu, dass wir uns an einem solchen Abend ein bisschen wie Edelleute fühlen, die vom Schlossherrn persönlich eingeladen wurden.

Im Usedomer Gesteinsgarten bei Neu Pudagla fühlt man sich leicht und jung. Die ältesten Exponate sind zwei Milliarden Jahre alt, die schwersten wiegen einige Tonnen.

Ein Museumsbesuch lohnt – nicht nur bei Regenwetter

Wenn das Wetter auf der Sonneninsel mal nicht so toll ist, zieht es die Menschen in die Museen. Auf der einen Seite ist das gut so. Schließlich kann die Ostseeinsel Usedom gleich mit einer Vielzahl von durchaus sehenswerten Museen aufwarten. Die Naturerlebniswelt in Heringsdorf gehört dazu, genauso wie das verrückte Bügeleisenmuseum, das vielleicht skurrilste Museum auf der Insel in Zinnowitz. Auf der anderen Seite haben diese Museen es aber auch verdient, nicht nur als Lückenfüller für nicht so sonnige Tage herzuhalten. Das bedeutet aber auch, dass diese an schönen Tagen (leider) relativ leer sind. Was den Museums-Betreiber wenig begeistert, freut den Besucher, weil er keine langen Schlangen vor den Kassen zu befürchten hat. Doch ohne ein gehöriges Maß an Idealismus und Begeisterung seitens der Betreiber würde es einige Museen wohl nicht geben.

Urlaub. Für viele die schönste Zeit des Jahres. Jetzt muss einfach alles perfekt sein. Im Usedomer Achterland macht man alles richtig. Gerade in der Vorsaison.

Urlaubslust und Urlaubsfrust

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, die Vorfreude auch. Für viele Menschen beginnt jetzt die schönste Zeit des Jahres. Wenn der Frühling schon mit bestem Wetter ins Freie lockt, kann man die Wartezeit bis zum Urlaub nur schwer ertragen. Endlich einmal richtig ausspannen und die Seele baumeln lassen, Zeit für sich selbst und die Familie haben. Einfach herrlich und mehr als wohlverdient.

Mit der Vorfreude auf den langersehnten Urlaub steigen aber auch die Erwartungen. Alles muss perfekt sein: Wetter, Hotel, Lage, Zimmer, Essen und Getränke, Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten … Die Liste mit Wünschen für einen erholsamen Urlaub ließe sich noch beliebig fortsetzen. Doch mit einer hohen Erwartungshaltung steigt auch die Wahrscheinlichkeit, enttäuscht zu werden. Und das wiederum führt oft zu Stress und genau dem Gegenteil von dem, was man sich eigentlich wünscht.

„Nirgends strapaziert sich der Mensch so sehr, wie bei der Jagd nach Erholung.“

Das hat schon der englische Pfarrer und Schriftsteller Laurence Sterne vor 250 Jahren gewusst. Leider hat sich daran auch heute nur wenig geändert.

Ein spontaner Kurz-Urlaub auf der Ostseeinsel Usedom kann ein besonderes Erlebnis sein. Das Achterland mit dem Wasserschloss Mellenthin ist ein echter Geheimtipp.

Die Jagd nach Erholung

Unsere früheren Urlaube sahen meist so aus: Wir arbeiteten das ganze Jahr über hart und freuten uns auf unseren wohlverdienten Urlaub. Meistens nahmen wir in den Sommerferien gleich drei Wochen frei, besser noch vier. Aus gutem Grund. Denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich echte Erholung erst nach zwei Wochen einstellte. In der ersten Woche drehte man einfach noch zu hoch. Erst in der zweiten taktete man sich herunter. Man schlief besser und fühlte sich im Urlaub angekommen und langsam gut erholt. Dieser Effekt war umso deutlicher zu spüren, je weiter die Reise ging. Und je heißer das Urlaubsland. Nach einer dreiwöchigen Reise durch die Südstaaten der USA mit vielen tausend Meilen im Mietwagen waren wir schließlich randvoll mit den tollsten Erlebnissen, aber auch irgendwie gestresster als zuvor. Der Jetlag, die langen Autofahrten und nicht zuletzt Temperaturen von bis zu 40°C im Schatten waren für den Körper doch recht anstrengend, wie wir nach unserer Rückkehr feststellen mussten. Blöd nur, dass bis zum nächsten längeren Urlaub wieder fast ein Jahr vergehen würde …

Eine Wanderung vom Wasserschloss Mellenthin zur Halbinsel Cosim gehört zu den schönsten Erlebnissen auf Usedom. Das Anbaden im Achterwasser zu den erfrischendsten.

Für Hotelgäste frei

Wer Usedom kennt, weiß wie teuer parken sein kann. Nicht selten kostet so für Autofahrer ein kurzer Sprung in die Fluten so viel wie ein Matjes-Brötchen an einem der zahlreichen Fischstände an Usedoms Küsten. Doch es gibt Ausnahmen. So ist der linksseitige Parkplatz vorm Wasserschloss Mellenthin für Hotelgäste frei. Das ist auf Usedom leider nicht immer der Fall. Zehn Euro am Tag für einen Parkplatz direkt am Hotel sind keine Seltenheit. Bei einem Hotel an der Seepromenade im Seebad Bansin haben wir sogar schon einmal fünf Euro pro Tag berappen müssen. Und das für einen Parkplatz in vierhundert Metern Entfernung zum Hotel! Für uns war die Strecke kein Problem. Deutlich schwerer dürfte sie hingegen älteren Menschen fallen, erst recht mit schwerem Gepäck.

Windmühlen kann man nicht nur in Holland bewundern. Liebevoll restauriert, sind sie auch auf Usedom echte Besucher-Magnete. Die Bockwindmühle Pudagla ist eine davon.

Heute zieht es uns nach Pudagla. Der sieben Kilometer von Mellenthin entfernte Ort lockt mit einem ehemaligen Kloster, um das sich spannende und geheimnisvolle Geschichten ranken. Einen geheimen Gang soll es geben, der das Wasserschloss mit dem Kloster verbindet. So berichtet es jedenfalls Tancredo mit geheimnisvoller Stimme, der uns beim Ritterabend durch das Wasserschloss Mellenthin führt. Einst soll der Schlossherr seine Angebetete durch diesen Gang aus den Fängen der Klosterbrüder befreit haben. Auch von einem gewaltigen Schatz munkelt man, der unentdeckt in dem ebenfalls verschollenen Gang schlummern soll.

Wer auf Usedom gut wohnen möchte, den zieht es an die Ostsee-Lagune. Abseits vom Tourismus-Stress bieten die kleinen Orte am Achterwasser noch Lebensqualität, Erholung pur und Herzlichkeit.

Usedom ist fest in Touristenhand. Kein Wunder, bei fünf Millionen gewerblichen Übernachtungen jährlich. Wirtschaftlich ist das für die Insel ein Segen. Doch wenn man im Sommer die Promenade der Kaiserbäder entlang flaniert, ist man als Urlauber unter sich. Echte Usedomer trifft man kaum. Ebenso wenig, wie man auf Mallorca an den Touristenstränden Mallorquinern begegnet.

Hohe Preise für den Blick aufs Meer

Das liegt zum einen daran, dass Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen um jedes Zipfelchen Land mit Meerblick buhlen. Mieten werden dadurch unerschwinglich. Zum anderen spielt auch die Qualität des Wohnens eine Rolle. Selbst wer sich ein Haus mit Meerblick in einem der reichen Seebäder leisten kann, zieht dort nicht hin. Wer möchte schon gern den Sommer über zwischen vollen Hotels und im Winter neben geschlossenen Saison-Restaurants wohnen. Überall, wo es viel Tourismus gibt, zieht es die Menschen ins Hinterland.

Wasserschloss Mellenthin
Schlossallee 5
17429 Mellenthin
Tel.: 038379 2878-0
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Täglich ab 11 Uhr geöffnet.
4.November-31.Dezember täglich ab 12 Uhr geöffnet.
 
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