Das ist Usedomer Luft, Luft, Luft ...

In Großstädten wird gute Luft immer rarer. Auf Usedom kann man wieder frei durchatmen sowie Körper und Seele gleichermaßen viel Gutes tun.

Flucht vor großer Hitze

Hilfe, ich habe einen Ohrwurm: „Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft, so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft ...“ Warum nur fällt mir der Refrain des Liedes ausgerechnet jetzt ein? Weil ich als Berliner die inoffizielle Hymne meiner Stadt mag? Oder liegt es daran, dass ich mich eben an meinen Besuch der Berliner Philharmoniker in der Waldbühne erinnerte? Traditionell spielen sie dieses bekannte Operetten-Lied von Paul Lincke ja immer am Ende des Saisonabschlusskonzerts in der Waldbühne ... Gut möglich, doch das Konzert liegt schon einige Zeit zurück. Darüber hinaus befinde ich mich nicht in der Waldbühne, ja noch nicht einmal in Berlin. Stattdessen liege ich in der Sonne, an einem kleinen Strand am Achterwasser auf der Halbinsel Cosim und lasse es mir gutgehen. Gestern um diese Zeit wussten wir noch nicht einmal, dass wir heute auf Usedom sein würden. Es war eine ganz spontane Idee, geboren aus einer Laune heraus. Eigentlich wollten wir nur der Hitze entfliehen. Während Berlin jetzt bei brütend-heißen 35 Grad im Schatten schwitzt, ist es hier mit 27 Grad angenehm warm. Selbst die Wanderung vom Wasserschloss Mellenthin durchs Mellenthiner Os, vorbei am Balmer See und weiter zur Halbinsel Cosim war keine allzu schweißtreibende Angelegenheit.

Durch das Mellenthiner Os zur Halbinsel Cosim

Die erste Etappe durch den Wald gleich hinter dem Wasserschloss war sogar angenehm frisch. Und dann dieser Waldgeruch, die ätherischen Öle, Terpene der Kiefern, ein herrlicher Duft … Da ist er wieder, der Ohrwurm: „Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft, so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft ...“ Eigentlich trifft der Refrain des Liedes gar nicht mehr zu, denke ich mir. Berlin leidet wie andere Großstädte und Ballungszentren auch unter zunehmend schlechter Luftqualität. Die Grenzwerte für Schadstoffe, Stickoxide und Feinstaub werden immer wieder überschritten ... Hier hingegen ist die Luft noch in Ordnung. Der Wald wirkt wie ein großer Filter, ein gigantischer Katalysator, der Abgase unschädlich macht und uns mit Sauerstoff versorgt. Doch Wälder, die Grünen Lungen, gibt es in Großstädten auch. Vor allem in Berlin. Doch Usedom kann mit noch weiteren Pfründen wuchern. Mit der Ostsee. Und einem kilometerlangen Sandstrand, der seinesgleichen sucht. Hinzu kommen die Wälder. Gerade diese besondere Kombination hat einen ganz erheblichen Einfluss auf die Luftgüte.

Synergie von Wasser und Wald erleben

Hier auf Usedom kann man die natürliche Synergie von Wasser und Wald erleben. Das milde Reizklima mit der durch Brandungsaerosole angereicherten, reinen Luft ist eine echte Wohltat für Körper und Geist gleichermaßen. Das wissen nicht nur meine Frau und ich aus eigener Erfahrung. Das bestätigen uns auch immer wieder Bekannte und Freunde. So fährt ein Nachbar, der unter der chronischen Lungenkrankheit COPD leidet, seit vielen Jahren regelmäßig nach Usedom – und kommt als anderer Mensch wieder. Noch Monate nach seinem Urlaub hat sich sein Leiden soweit gebessert, dass er uns ab und zu auf unserer täglichen Runde um unseren Haussee begleiten kann. Und das sind immerhin 15000 Schritte. Kein Wunder also, dass er jetzt als Rentner mit dem Gedanken spielt, für immer nach Usedom zu ziehen.

Verliebt in Mellenthin

Mellenthin steht dabei ganz oben auf seiner Liste. Das können wir gut nachvollziehen. Auch wir haben uns in den 500-Seelen-Ort in der Inselmitte verliebt. Vielleicht liegt sein Wunsch, dorthin zu ziehen, aber auch in dem leckeren Mellenthiner Bier begründet, das im Wasserschloss gebraut wird. Auch das können wir verstehen.
Apropos Mellenthiner Bier ... Wenn wir jetzt den Heimweg zurück in unser Hotel antreten, können wir vielleicht noch ein Mellenthiner Hell genießen, bevor Schlossherr Jan Fidora uns und alle anderen „Edelleute“ zum Ritterbuffet bittet. Das haben wir uns aber auch so was von verdient. Eine ausdauernde Wanderung durch die gute Usedomer Luft macht schließlich hungrig. Und schon ist er wieder da, der Ohrwurm. Doch der Refrain hat sich leicht verändert: „Ja, das ist Usedomer Luft, Luft, Luft, so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft ...“

Frische Usedomer Luft am Achterwasser
Frische Usedomer Luft am Achterwasser

Wasserschloss Mellenthin
Schlossallee 5
17429 Mellenthin
Tel.: 038379 2878-0
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Januar-18.April täglich ab 12 Uhr geöffnet.
19.April-3.November täglich ab 11 Uhr geöffnet.
4.November-31.Dezember täglich ab 12 Uhr geöffnet.
 
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