Ich bin dann mal hin und weg

Pilgern wird immer beliebter. Wandern sowieso. Auf Usedom kann man beides und noch viel mehr. Ruhe und Erholung finden und vielleicht sogar sich selbst entdecken.

Neue Perspektiven entdecken, die gut tun

Die meisten Bundesländer haben einen Werbeslogan. Vielleicht kennen Sie den Ihres Bundeslandes sogar? Wenn Sie aus Baden-Württemberg kommen, ist das sehr wahrscheinlich. Der Slogan „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ rangiert zumindest auf Platz 1 der Beliebtheitsskala; 70 Prozent aller Deutschen kennen ihn. Da können die Slogans der anderen Bundesländer nicht mithalten, obwohl sie auch originell klingen. So wie der für Brandenburg „Neue Perspektiven entdecken“ oder für Mecklenburg-Vorpommern „MV tut gut“.
Nun lebe ich seit vielen Jahren mit meiner Familie – sehr zufrieden übrigens – in Brandenburg. Den Brandenburger Slogan würde ich aber gern mit MV tauschen wollen. Denn neue Perspektiven habe ich eher in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt. Obwohl, der MV-Slogan passt auch. Natürlich tut Mecklenburg-Vorpommern einfach gut. Sehr gut sogar. Besonders die Ostseeinsel Usedom, wie wir aus eigener Erfahrung sagen können.

Traumhafter Strand

Seit unserem ersten Urlaub auf der zweitgrößten deutschen Insel vor über 20 Jahren sind wir Usedom-Fans. Schon bei unserem ersten Besuch hat uns der 40 Kilometer und bis 80 Meter breite feine Sandstrand begeistert. Ich weiß nicht, wie viele Kilometer wir seit dieser Zeit hier herunter gespult haben. Die ersten Usedom-Urlaube begannen für uns immer mit einer Wanderung von Bansin nach Ahlbeck und zurück. Meistens am Strand hin und auf der Uferpromenade mit ihren imposanten Villen und den vielen Geschäften zurück. Dann folgten die noch längeren Wanderungen von Koserow nach Bansin, über den Höhenweg hin und am Strand zurück.
Diese Touren haben auch heute noch bei uns Tradition. Doch, dass wir nach all den Jahren immer noch so gern die Insel besuchen, liegt nicht allein an dem tollen Strand und dem klaren Wasser der Ostsee. Heute begeistert uns vor allem Usedoms Vielfalt mit dem idyllischen Achterland.

Idyllische Inselmitte

Als leidenschaftliche Wanderer und Naturliebhaber hat es uns vor allem der Mittelpunkt der Insel angetan. Hier in Mellenthin, finden wir nicht nur ideale Bedingungen für unsere Erkundungen und ausgedehnte Wanderungen über die ganze Insel. Im Wasserschloss Mellenthin können wir auch bestens entspannen und genießen. Gerade diese Kombination aus aktiver Erholung, Wellness und Genuss gefällt und gelingt uns hier besonders gut.
Das mag auch daran liegen, dass das Usedomer Hinterland, oder Achterland wie die Einheimischen sagen, noch ein echter Geheimtipp ist. Nicht nur für Wanderer und Naturliebhaber, sondern auch für Menschen, die abseits vom Großstadtlärm noch Ruhe und Entspannung suchen. Gleich hinter dem bis zu 20 Meter breiten Wassergraben des altehrwürdigen Renaissance-Schlosses kann man sich auf nicht ausgetretenen Pfaden auf eine ganz besondere Erlebnisreise begeben. Menschen trifft man hier nur wenige. Dafür begegnet man auf einer solchen Wanderung durch die idyllische Natur und himmlische Ruhe womöglich sich selbst. Vielleicht ist es genau das, was uns an einer Wanderung immer wieder aufs Neue so begeistert. Man geht mit einem bestimmten Ziel los. Doch bei der Rückkehr stellt man fest, dass man nicht nur sein Wanderziel, sondern vieles mehr erreicht hat.

Wandern und Pilgern

Dann wird eine einfache Wanderung zu einer Pilgerreise, zu einer Entdeckungsreise ins Innere. Vielleicht mag das auch ein Grund sein, warum neben dem Wandern auch das Pilgern immer beliebter wird. Das ist schwerlich allein auf den „Hape‐Kerkeling‐Effekt“ und seinen Bestseller „Ich bin dann mal weg“ zurück zu führen. Es sind oftmals auch keine religiösen Aspekte, die Menschen zu Pilgern machen. Es ist vielmehr die Sehnsucht nach Langsamkeit, nach Ausbruch aus einem von Stress und Reizüberflutung geprägten Alltag. Selbstfindung und die Suche nach einem einfacheren und sinnerfüllten Leben sind die zentralen Motive für eine Pilgerreise.
In diesem Sinne kann auch eine Wanderung auf nicht ausgetretenen Pfaden in Usedoms Hinterland eine besondere Pilger-Erfahrung sein. Dafür müssen gar nicht immer hunderte von Kilometern nach Santiago de Compostela gepilgert werden.
Doch selbst wer auf dem Original pilgern möchte, kann das auf Usedom tun. Die nördlichste Ost-West-Verbindung im deutschen Jakobswegenetz beginnt nämlich hier. Die Via Baltica, der Baltisch-Westfälische Weg, stellt die Brücke von den baltischen Ländern nach Santiago de Compostela in Spanien dar. Er beginnt an der Grenze von Polen und Deutschland bei Swinemünde, führt von der Gedenkstätte Golm über Kamminke, Garz, Zirchow, Stolpe und Usedom bis nach Zecherin.
Genau das ist für mich Vielfalt. So gesehen hätte Usedom dann auch noch einen dritten Slogan verdient. Wie wäre es also mit „Usedom. Ich bin dann mal hin und weg!“

Wandern und Pilgern auf nicht ausgetretenen Pfaden
Wandern und Pilgern auf nicht ausgetretenen Pfaden

Wasserschloss Mellenthin
Schlossallee 5
17429 Mellenthin
Tel.: 038379 2878-0
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Täglich ab 11 Uhr geöffnet.
4.November-31.Dezember täglich ab 12 Uhr geöffnet.
 
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