Super-Knolle aus Meck-Pomm

Als Sättigungsbeilage gestartet, als Dickmacher verschrien, erlebt die Kartoffel gerade eine Renaissance. Zu Recht, denn die Knolle steckt voller Powerstoffe.

Unter der Erde, aber nicht wegzudenken

Erdapfel, Erdbirn, Knulle, Tüffel, Tüften ... Deutschlands beliebteste Sättigungsbeilage hat viele Namen. Die Rede ist von der Kartoffel. Auch wenn in Deutschland die Anbaufläche in den vergangenen Jahren stark abgenommen hat, erfreut sich die gesunde Power-Knolle hierzulande immer noch großer Beliebtheit. Im vergangenen Jahr wurden allein in Deutschland auf einer Anbaufläche von etwa 250.000 ha insgesamt knapp 12 Millionen Tonnen geerntet. Damit liegt Deutschland hinter Ländern wie China, Russland und den USA auf Platz sechs der weltweit größten Kartoffelproduzenten. Zwar hat der Pro-Kopf-Verbrauch von Kartoffeln ebenfalls abgenommen, doch verzehrten wir Deutschen im vergangenen Jahr immer noch durchschnittlich etwa 58 Kilogramm. Zu den wichtigsten Produzenten von Saatkartoffeln gehört in Deutschland das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Hier werden sie auf etwa 3000 Hektar angebaut.

Keine Dickmacher

Apropos abnehmen … Dass sich der Pro-Kopf-Konsum in Deutschland seit dem Jahr 1950 um fast 70 Prozent reduziert hat, liegt auch daran, dass die Knolle lange Zeit als Dickmacher verpönt war. Zu Unrecht, wie man heute weiß. Tatsächlich besteht die Kartoffel zu fast 80 Prozent aus Wasser. Mit nur etwa 70 kcal je 100 g essbarem Anteil gehört sie zudem zu den Nahrungsmitteln mit geringer Energiedichte. Sie macht also entgegen landläufiger Meinung nicht etwa dick, sondern eignet sich im Gegenteil gut zur Gewichtskontrolle oder zum Abnehmen. Zwar liegt der Kohlenhydratanteil mit durchschnittlich etwa 16 Gramm relativ hoch, weswegen gerade Anhänger der Low-Carb-Küche einen großen Bogen um die Kartoffel machen. Nach neuesten ernährungsphysiologischen Erkenntnissen ist diese Ächtung der Knolle jedoch nicht haltbar.

Geringer Anstieg beim Zucker- und Insulinspiegel

So liegen die Kohlenhydrate der Kartoffel – wie bei den meisten Gemüsen – nicht etwa als Zucker in Form von Glucose, Fructose oder Saccharose vor. Die Kartoffel speichert ihre Energie als Stärke. Im Gegensatz zu Einfachzucker werden komplexe Vielfachzuckermoleküle wie bei der Stärke nur langsam abgebaut, gehen also langsamer ins Blut. Als Folge davon reagiert die Bauchspeicheldrüse auch nur mit geringeren Abgaben von Insulin. Das wiederum sorgt für ein langes Sättigungsgefühl und kann Heißhungerattacken sowie langfristig sogar Diabetes und anderen Stoffwechselerkrankungen vorbeugen. So haben Kartoffeln zwar einen hohen glykämischen Index. Eine kanadische Studie konnte aber zeigen, dass Kinder dennoch bis zu 40 Prozent weniger Kalorien zu sich nehmen, wenn zu einer Mahlzeit Kartoffelmus als Beilage gereicht wurde. Zudem waren die Glucose- und Insulinwerte nach dem Essen geringer als bei Nudel- und Reisgerichten. Das war sogar der Fall, wenn die Beilage nicht aus gekochten Kartoffeln oder Kartoffelbrei sondern aus Pommes frites bestand.

Gesunde Ballaststoffe

Das liegt auch an den Ballaststoffen, die mit gut zwei Gramm relativ hoch sind und sowohl in wasserunlöslicher als auch löslicher Form vorliegen. Letztere haben eine große Bedeutung für die gesunden Darmbakterien. Sie versorgen unsere Billionen von gesunden, mikroskopisch kleinen Helferlein und schützen uns so vor vielen Krankheiten. Und auf diesem Gebiet hat die Kartoffel in den letzten Jahren gesundheitlich noch für weitere Furore gesorgt. So haben Forscher schon vor einigen Jahren festgestellt, dass sich der Gehalt an gesunden Ballaststoffen in der Kartoffel noch weiter steigern lässt, wenn diese abkühlt. Wissenschaftler sprechen bei diesem Prozess von Verkleisterung oder resistenter bzw. retrogradierter Stärke. Diese kann vom menschlichen Körper nicht verstoffwechselt werden, hat also keine Kalorien. Die gesunden Darmbakterien aber lieben sie. Diese herausragenden Eigenschaften lassen jetzt auch den guten alten Kartoffelsalat wieder in einem neuen Licht erstrahlen. Noch gesünder wäre er sogar, wenn er mit Leinöl angemacht würde, das über besonders viele gesunde Omega-3-Fettsäuren verfügt. Doch selbst die Bratkartoffeln mit übriggebliebenen Knollen vom Vortag erstrahlen gesundheitlich in neuem Licht. Denn ist retrogardierte Stärke durch Abkühlung erst einmal entstanden, lässt sich diese auch durch nochmaliges Erwärmen kaum wieder rückgängig machen.

Leckere und gesunde Vielfalt im Wasserschloss Mellenthin

Vielleicht verstehen Sie nun, warum ich die gesunde Knolle für mich wiederentdeckt habe. Als Beilage, aber noch mehr auch als Salat mit übriggebliebenen Kartoffeln vom Vortag oder sogar als Bratkartoffeln. Versuchen Sie es doch auch mal. Sie und Ihre Darmbewohner werden die Kartoffeln lieben.

Natürlich lebt der Mensch nicht nur von der Kartoffel allein. Unser Darm liebt Abwechslung und Vielfalt. Deswegen mögen wir auch Hotels, in denen das Essen in Buffetform angeboten wird. Neben Vielfalt legen wir dabei besonderen Wert auf saisonale Produkte aus der Region. Und jetzt raten Sie mal, warum wir so gern im Wasserschloss Mellenthin, im Herzen des Usedomer Achterlands, Urlaub machen.

Gesunde Power-Knolle
Gesunde Power-Knolle

Wasserschloss Mellenthin
Schlossallee 5
17429 Mellenthin
Tel.: 038379 2878-0
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Täglich ab 11 Uhr geöffnet.
4.November-31.Dezember täglich ab 12 Uhr geöffnet.
 
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