Usedoms pilzreiche Wälder

Pilze wachsen das ganze Jahr über. Die meisten Sorten haben jedoch im Herbst Saison. Noch bis Ende November findet man in Usedoms Wäldern zahlreiche Sorten

Pilze sammeln ist ein besonderes Erlebnis. Wer sich gut auskennt, hat an einem feucht-warmen Herbsttag schnell sein Körbchen voll mit Maronen, Steinpilzen und Pfifferlingen. Unter den mehr als 2.500 heimischen Pilz-Arten sind die meisten essbar, jedoch nicht alle. Manche sind sogar hoch giftig. Vorsichtshalber sammelt man deshalb lieber nur solche, die man einwandfrei erkennt. Oder man lässt sie von einem Fachmann bestimmen.

Pilze sammeln als Familienerlebnis

Früher waren meine Schwester und ich oft mit den Eltern im Herbst auf Pilzsuche. Bewaffnet mit einem Körbchen und einem Messer – für uns Kinder ein altes, stumpfes – pirschten wir vorsichtig durch die Wälder Berlins. Eifrig und ausdauernd sammelten wir alles, was uns an Pilzen vertraut war. Sicherheitshalber landete die ganze Beute anschließend noch bei Nachbar Hans, einem älteren Herrn und ausgewiesenen Pilzkenner. Was er nach genauester Begutachtung durchwinkte, kam anschließend mit Zwiebeln und in Butter gebraten auf den Tisch.
Auch heute noch liebe ich Pilze. Mindestens einmal im Herbst ziehen mein Mann und ich mit einem Körbchen los. Maronen, Steinpilze und Butterpilze erkennen wir problemlos. Nur die sammeln wir auch. In den Brandenburger Wäldern nahe unseres Wohnorts wachsen sie im Oktober zahlreich. Doch was wir auf Usedom an Pilzvorkommen entdeckten, sprengte alle unsere bisherigen Funde. Dabei waren wir noch nicht einmal auf Pilzsuche, sondern nur im Urlaub.

Pilzreiche Wälder im Achterland

Wie jedes Jahr, verbrachten wir wieder einige Tage im Wasserschloss Mellenthin. Dort fühlen wir uns immer besonders wohl. Zum einen sind wir Naturliebhaber, zum anderen Bierfreunde. Unsere schönsten Wander-Erlebnisse und originellsten Bierverkostungen verdanken wir dem Schlossherrn und Braumeister im Wasserschloss Mellenthin.
Eine unserer Lieblingstouren startet direkt hinter dem Schloss und führt über Neppermin zum Konker Berg und dann über Pudagla zurück. Mit 20 Kilometern zwar eine anspruchsvolle Tour, jedoch sehr abwechslungsreich und auch mit dem Fahrrad ein Erlebnis. Bereits in Mellenthin fiel uns auf, wie pilzreich die Wälder waren. Es hatte viel geregnet, war zeitgleich aber auch recht warm. Wir trugen nur leichte Jacken und dünne Wanderhosen. Eher ungewöhnlich für einen Tag Ende Oktober. Hinter der Nepperminer Seepromenade führte dann ein kurzer Abschnitt durch einen lichten Wald. Dort trauten wir kaum unseren Augen. Fast jedes Fleckchen Waldboden war bedeckt mit Pilzen aller Art und Größe.

Schnitzel mit Champignons – ganz ohne Risiko

Wahrscheinlich könnte man die Mehrzahl der Pilze essen, die sich uns hier im Halbschatten zwischen Moos und sumpfigem Boden entgegen reckten. Bestimmt waren auch Maronen und Butterpilze darunter. Doch zum einen überlassen wir im Urlaub gern Profis das Kochen. Zum anderen sind wir keine ausgewiesenen Pilzkenner. So freuten wir uns zwar über den tollen Anblick, ließen die Waldbewohner jedoch für die fachkundigen Sammler stehen.
Ihr Anblick allerdings brachte uns auf den Geschmack. Zurück im Wasserschloss Mellenthin bestellten wir uns erst einmal ein frisch Gezapftes gegen den Wanderdurst. Gleich anschließend orderten wir im gemütlichen Schlossrestaurant das Schnitzel mit Champignons in Rahmsoße. Auch den Pilzen im Wildgulasch auf dem Schlemmer-Buffet vertrauten wir bedingungslos.
Gut, dass andere das Kochen für uns übernahmen. Vor allem, wenn sie es so gut beherrschen wie die Küchenchefs im Wasserschloss Mellenthin.

Stattliche Parasolpilze bei Mellenthin
Wasserschloss Mellenthin
Schlossallee 5
17429 Mellenthin
Tel.: 038379 2878-0
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Täglich ab 11 Uhr geöffnet.
4.November-31.Dezember täglich ab 12 Uhr geöffnet.
 
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