Vom Wasserschloss Mellenthin nach Benz und Pudagla

Die Windmühlen bei Benz und Pudagla gehören zu den sichtbaren Wahrzeichen der Ostseeinsel Usedom. Vom Wasserschloss Mellenthin aus kann man sie gut erreichen.

Wellness unter freiem Himmel

Als begeisterte Wanderer schätzen wir die Vielfalt der Ostseeinsel Usedom sehr. Die klare Ostsee am 40 Kilometer langen und 70 Meter breiten Sandstrand, die Küstenwälder, Naturschutzgebiete, Seen, Moore, Seebäder und authentische Orte ziehen alle Besucher in ihren Bann. Kaum irgendwo in Deutschland scheint zudem so oft die Sonne wie hier, was der zweitgrößten Insel Deutschlands den Titel Sonneninsel einbrachte. Wer sich auf Usedom ausschließlich in den Wellnesstempeln aufhält, ist selber Schuld. Nichts gegen die Spas und Wellnessbereiche der unzähligen Wohlfühl-Hotels der Insel. Aber die kann man ja schließlich nach einem erlebnisreichen Ausflug immer noch nutzen.

Nur wo du zu Fuß warst ...

Uns jedenfalls zieht es auf Usedom nach draußen. Meistens sind wir wandernd unterwegs, getreu nach Johann Wolfgang von Goethe: „Nur, wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“ Doch auch das Radfahren macht uns auf der Insel viel Spaß. Kein Wunder, denn mit 400 Kilometern Wanderwegen und noch einmal 200 für Radler kann Usedom auf eine üppiges Wegenetz verweisen. Einige Radwege sind besonders gut ausgeschildert wie die wirklich sehr sehenswerten Feininger-Touren. Ja, der deutsch-amerikanische Maler wusste schon vor hundert Jahren, warum er so gern auf Usedom verweilte. Andere Touren sind hingegen wenig befahren oder erscheinen noch nicht einmal auf irgendwelchen Karten. Dann hat man die Qual der Wahl: auf Schusters Rappen oder mit dem Fahrrad.

Idealer Ausgangspunkt – das Wasserschloss Mellenthin

Nur gut, dass wir nicht schon vor dem Urlaub entscheiden müssen, ob wir die Räder aufs Autodach wuchten oder in der Garage stehen lassen. Denn unser Hotel bietet die Möglichkeit, sich gute und stabile Tourenräder auszuleihen. So wählen wir als Basislager für all unsere Ausflüge über die Insel oft das Wasserschloss Mellenthin. Dieses ist nicht nur umgeben von einem breiten Wassergraben, sondern im Herzen der Insel auch von Wäldern und Feldern, die zum Entschleunigen einladen. Einige unsere schönsten Touren starten direkt vom Wasserschloss aus. Wenn wir uns das Abendessen am opulenten Buffet des Wasserschlosses so richtig verdienen wollen, planen wir eine lange Wandertour wie zum Beispiel die große Mühlentour. Ein schlechtes Gewissen am Buffet braucht man aber auch nicht zu haben, wenn man diese auf zwei Rädern in Angriff nimmt. Dafür ist sie auf jeden Fall lang genug. Selbst wenn man den direkten Weg nimmt, kommt man hin und zurück auf gut 16 Kilometer. Verbindet man die Mühlentour mit einem Abstecher zum Achterwasser bei Pudagla, werden es auch schon mal 20 sehr erlebnisreiche Kilometer.

Usedoms Windmühlen

Windmühlen gehören auf Usedom zu den weithin sichtbaren Wahrzeichen der Ostseeinsel. In Nähe zum Wasserschloss Mellenthin befinden sich sogar gleich zwei: die Bockwindmühle bei Pudagla und die Holländerwindmühle bei Benz. Beide funktionsfähigen Mühlen können in der Saison besichtigt werden und bieten prima Einblicke in die Geschichte der Windmühlen. Auch kann man hier bei selbst gebackenem Kuchen und Kaffee herrlich entspannen. Eine tolle Aussicht gibt es sogar gratis. Die Bockwindmühle bei Pudagla wird vielleicht etwas häufiger besucht. Das mag daran liegen, dass man sie auf dem Weg nach Bansin schon von weitem sehen kann. Die Holländerwindmühle Benz liegt etwas versteckter. Doch ihr Besuch lohnt sich mindestens genauso wie der ihrer älteren Schwester bei Pudagla. Der Grund liegt weniger im Alter der 1812 erbauten Holländerwindmühle oder in ihrer Technik. Sondern der Mühlenberg gestattet einen grandiosen Ausblick auf den Ort Benz sowie über die „Usedomer Schweiz“. Ein Besuch des Inneren lohnt sich, nicht nur wegen der Ausstellung von Bildern des Malers Lyonel Feininger. Der radelnde Künstler war nicht der einzige Maler, der von der Mühle in Benz angetan war. So war auch der Usedomer Maler Otto Niemeyer-Holstein von der Holländerwindmühle begeistert. Der Maler aus Lüttenort auf Usedom erwarb sie 1974, um sie vor dem Verfall zu bewahren. Auf seinen Antrag hin wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Er finanzierte auch ihre Neubeschindelung sowie die Anbringung neuer Flügel.

Wandern auf nicht ausgetretenen Pfaden

Vom Wasserschloss Mellenthin aus kann diese große Mühlentour wie gesagt mit dem Fahrrad oder zu Fuß in Angriff genommen werden. Als begeisterte Wanderer entschieden wir uns für die zweite Variante und wurden belohnt. So lernten wir nicht nur den Flughafen des Usedomer Fliegerclubs bei Mellenthin und den kleinen Ort Katschow kennen. Wir haben auch die „Querfeldeinwanderung“ bis nach Benz und weiter nach Pudgla inklusive Bad im Achterwasser sehr genossen. Gleiches galt für das Bier und den leckeren Kuchen nach unserer Rückkehr im Innenhof des Wasserschlosses Mellenthin.

Holländerwindmühle in Benz
Holländerwindmühle in Benz

Wasserschloss Mellenthin
Schlossallee 5
17429 Mellenthin
Tel.: 038379 2878-0
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Das Schloss ist Täglich ab 11 Uhr geöffnet
Warme Schloss Küche täglich 11-20 Uhr
Brauerei laut Veranstaltungskalender
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