Abseits von Trubel und Hektik

Für viele Urlauber bedeutet Usedom Sommer, Strand und Meer. Für uns heißt Usedom auch Achterland, aktive Erholung, Genuss, Ruhe und bloß keine Hektik oder Trubel.

Am liebsten an die Ostsee

Der Sommer steht vor der Tür und damit für viele die schönste Zeit des Jahres. Neben der Frage, wie wohl der Sommer wettertechnisch wird, geht es aber in Gesprächen auch darum, wo es denn hingehen soll. Einige quälen sich regelrecht zur passenden Urlaubsdestination. Für andere hingegen ist die Sache glasklar: Im Winter geht es in die Berge, im Sommer an die Küste. Ganz hoch im Kurs stehen dabei Mecklenburg-Vorpommern und die Ostseeinsel Usedom.


Das können wir gut nachvollziehen. Und das obwohl wir uns doch sonst eher nicht als der typische „Durchschnitts-Urlauber“ sehen. Vielleicht liegt es auch nur an dem Begriff, der irgendwie langweilig klingt. Wer möchte schon „durchschnittlich“ sein?

Warum nach Usedom?

Am besten, wir lassen solche Überlegungen mal beiseite und widmen uns lieber einer anderen Frage. Warum also machen wir so gern immer wieder auf Usedom Urlaub?
Ich sehe fragend meine Frau an ...  aber sie reagiert mit einem Lächeln auf den Lippen und sagt:
„Also gut, dalli dalli, wir haben fünfzehn Sekunden Zeit!“
Vielleicht werden sich jetzt nur noch die Älteren an das beliebte Ratequiz im deutschen Fernsehen aus den 70er- und 80er-Jahren erinnern mit dem unvergessenen Hans Rosenthal …
Abwechselnd nennen wir nun Begriffe, die wir mit Usedom verbinden. Sie kommen wie aus der Pistole geschossen: Natur, wandern, Rad fahren, genießen, entspannen, erholen, aktiv sein, gut essen, leckeres Bier, einsame Wege, Idylle, wohlfühlen, Feininger, Achterland, Windmühle, Achterwasser, Mellenthin, Wasserschloss, Brauer-Abend, Ritterfest …
Die Zeit ist abgelaufen. Es sind 20 Begriffe geworden, in nur 15 Sekunden. Respekt. Womöglich würde Hänschen Rosenthal jetzt zu seinem berühmten Jubel-Sprung ansetzen: „Sie sind der Meinung, das war Spitze!“
Wir schauen noch einmal genauer auf die Liste mit den Argumenten. Erst beim zweiten Blick fällt uns etwas auf. Ihnen auch? Für viele Ostsee-Fans ist Usedom vor allem eines: Sommer, Sonne, Strand und Meer. Tatsächlich ist der an manchen Stellen 80 Meter breite und 40 Kilometer lange feine Sandstrand einer der schönsten, längsten und breitesten der ganzen Ostsee. Fakt ist auch, dass auf Usedom so oft die Sonne scheint, wie sonst nirgendwo in Deutschland. Mit durchschnittlich – und schon wieder taucht der Begriff auf – 1906 Stunden im Jahr ist die zweitgrößte Ostseeinsel die sonnenreichste Gegend Deutschlands.

Usedom ist mehr als Meer

Warum nur taucht keiner dieser Superlative als Begriffe auf unserer Liste auf? Weil wir kein Wasser mögen? Wohl kaum, wir lieben es im Meer oder Seen zu baden. Meistens starten wir das Anbaden schon im April, weil wir es kaum abwarten können. Tatsächlich findet sich aber auf unserer Liste zumindest ein entsprechender Begriff: Achterwasser. Wir erinnern uns nur zu gern daran, dass wir dieses Jahr im Usedomer Achterwasser angebadet haben. Bei einer Wanderung vom Wasserschloss Mellenthin zur Halbinsel Cosim fanden wir plötzlich diese idyllische, menschenleere Bucht mit dem kleinen Sandstrand, umgeben von Schilf. Die Sonne war herrlich warm und das klare Wasser so erfrischend …

Usedoms vielfältiges Achterland

Wir schauen auf die anderen Begriffe. Ganz offensichtlich schätzen wir an Usedom besonders die Ruhe und Entspannung auf einsamen Wegen, abseits von Trubel und Hektik. Natur und aktive Erholung wie Radfahren und Wandern steht bei uns ebenfalls hoch im Kurs. Auch das darf uns eigentlich nicht verwundern. Denn glaubt man aktuellen Umfragen, möchte heute bereits jeder vierte Urlauber die schönste Zeit des Jahres mit Gesundheit, Bewegung und aktiver Erholung kombinieren. Wir befinden uns also in guter Gesellschaft. Gleiches gilt wohl auch für die anderen Begriffe auf unserer Liste wie genießen, entspannen und gut essen. Doch was ist mit den restlichen Argumenten, allen voran leckeres Bier, Feininger, Achterland, Windmühle, Mellenthin, Wasserschloss, Brauer-Abend, Ritterfest? Nun, vor einigen Jahren hätte die Liste wohl auch bei uns ganz anders ausgesehen. Unsere ersten Urlaube verbrachten auch wir in einem der großen Hotels an Usedoms Goldküste. Damals kannten wir das Usedomer Achterland eben noch nicht. Dass hier der US-amerikanische Maler Lyonel Feininger gern geradelt ist und begeistert Achterwasser, Achterland und Windmühlen gemalt hat, wussten wir noch nicht, geschweige denn warum. Auch im Wasserschloss Mellenthin waren wir damals noch nicht zu Gast. Das leckere Mellenthiner Bier sowie die lustigen Themenabende wie Ritterfest und Brauer-Abend kannten wir ebenfalls nicht. Vielleicht sind wir also doch keine durchschnittlichen Usedom-Urlauber. Und das ist auch gut so.

Uferpromenade bei Neppermin

Uferpromenade bei Neppermin

Wasserschloss Mellenthin
Schlossallee 5
17429 Mellenthin
Tel.: 038379 2878-0
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Januar-18.April täglich ab 12 Uhr geöffnet.
19.April-3.November täglich ab 11 Uhr geöffnet.
4.November-31.Dezember täglich ab 12 Uhr geöffnet.
 
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