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Biber bekommt man auf Usedom nur selten zu Gesicht, seine nächtlichen Werke hingegen schon. Dennoch ist das größte Nagetier in vielfacher Hinsicht sehr nützlich.

Mehr als nur ein Holzfäller

Man bekommt ihn nur selten zu Gesicht. Und das, obwohl er mit einer Länge von 1,3 Metern und einem stattlichen Gewicht von 30 Kilogramm und mehr das größte Nagetier Europas ist. Doch der Biber ist dämmerungs- und nachtaktiv. Was man hingegen morgens in einigen ländlichen Regionen in der Nähe von Gewässern nicht selten zu sehen bekommt, ist das Ergebnis seiner nächtlichen Aktivität. Je nach Härte des Holzes kann ein Biber in einer Nacht einen bis zu 50 Zentimeter dicken Baum fällen.

Kaum sind die ersten Schwärme gesichtet, freut sich ganz Usedom auf die traditionellen Heringswochen. Am 7. März startet die Hommage an den kleinen Leckerbissen.

Der Hering kommt jedes Jahr früher

Noch früher als im letzten Jahr ist der Hering nun auf Usedom zurück. Bereits Anfang Februar zogen die ersten Schwärme vor die Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Mit 5 Grad ist die derzeitige Wassertemperatur zwar noch etwas kühl für den silbernen Schwarmfisch. Doch durch die milden Wintertemperaturen haben sich Ostsee und Achterwasser insgesamt nicht sonderlich stark abgekühlt. So zieht es den Hering jetzt schon in die vertrauten Gewässer, um dann ab einer Temperatur von 7 Grad zu laichen. Dafür sucht er besonders jene Bereiche an der Küste auf, die seinen Larven gute Bedingungen bieten. Schutz und Nahrung für den Schlupf sind dabei von großer Bedeutung. Auch die Wassertemperatur sollte einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Sonst fliehen die empfindlichen Schwarmfische wieder in kältere Gewässer. Denn höhere Temperaturen verkürzen die Entwicklung der Larve, zu kühle hingegen das Leben des Schlupfs.

Im März startet der Frühling gleich zweimal – meteorologisch und kalendarisch. Grund genug, ihn im Wasserschloss Mellenthin auf Usedom für sich zu entdecken.

Meteorologisch versus kalendarisch

Jetzt ist er da, der Frühling. Zumindest meteorologisch. Wie jedes Jahr beginnt er am 1. März. Ganz unabhängig davon, wie weit die Natur schon ist oder was kalendarisch als Frühlingsanfang errechnet wird. Das hat einen ganz simplen Grund. Für die Meteorologen ist es leichter, mit den Jahreszeiten immer am 1. eines Monats zu starten. Um Temperaturen zu vergleichen, Tabellen und Statistiken aufzustellen oder auch Prognosen abzugeben, ist ein fester Startzeitpunkt unerlässlich.

Eines der schönsten Naturschutzgebiete auf Usedom ist die Halbinsel Cosim. Auf einer Wanderung vom Wasserschloss Mellenthin aus bietet sich dort Natur pur.

Eine von 99 Besonderheiten

Wir fahren schon seit 25 Jahren nach Usedom. Mit Fug und Recht können wir behaupten, dass wir uns auf der Insel auskennen. Nicht nur, weil wir Deutschlands beliebteste Ferieninsel schon zu jeder Jahreszeit bereist haben. Oder weil wir bereits einen Reiseführer über 99 Besonderheiten der Insel Usedom veröffentlicht haben. Sondern auch deshalb, weil wir immer wieder alte Wege neu für uns entdecken. Eine unserer liebsten Touren führt vom Wasserschloss Mellenthin am Golfplatz Balm entlang zur Halbinsel Cosim. Für Wanderer bietet die ca. zweistündige Tour auch in der kühleren Jahreszeit viel landschaftliche Abwechslung und herrliche Ausblicke.

Handgemachte Biere mit Charakter sind stark im Kommen. Im Wasserschloss Mellenthin auf Usedom werden auch exotischere Biersorten gebraut oder neu interpretiert.

In der Schule habe ich mal ein Referat über Benjamin Franklin (1706 – 1790) gehalten. Der amerikanische Staatsmann, Verleger und Schriftsteller war nicht nur einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten und beteiligt am Entwurf der Unabhängigkeitserklärung. Er war auch kreativer Erfinder und Naturwissenschaftler. Die Erfindung des Blitzableiters geht unter anderem auf ihn zurück. Ebenfalls von ihm stammt eines meiner Lieblingszitate, die ihn mir auch als Mensch näher brachte und richtig sympathisch machte: „Bier ist der überzeugendste Beweis dafür, dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will.“

Usedom- und Bier-Kenner schätzen die leckeren Biere im Wasserschloss Mellenthin. Doch auch die schlosseigenen Spirituosen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Aperitif oder Digestif

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Likör. So dachte ich zumindest immer. Zum Essen trinke ich meist ein Glas Bier oder Wein. Wenn es uns zu unserem Lieblings-Griechen zieht, darf es auch schon mal ein Ouzo sein. In geselliger Runde und wenn unser Grieche die Spendierhosen an hat, sind es dann auch schon einmal einer vor dem Essen und einer danach. Natürlich weiß ich, dass weder ein Schnaps vorweg als Aperitif noch einer danach als Digestif ernährungsphysiologisch Sinn macht, geschweige denn gesundheitsförderlich ist. Aber, wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, so ein kleiner Verteiler schmeckt mir schon mal ganz gut. Zumindest ab und zu. Nur zur Gewohnheit werden sollte er eben nicht. Wer verantwortungsvoll mit Alkohol umgeht, sich sonst gesund ernährt und regelmäßig bewegt, sollte zwar nicht vergessen, dass Alkohol nicht immer gesund ist. Doch auf der anderen Seite wusste schon der Schweizer Arzt Paracelsus vor 500 Jahren: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht‘s, dass ein Ding kein Gift sei.“

Auch in diesem Jahr sind die Störche wieder früh aus ihren Winterquartieren zurück. Die ersten beziehen bereits ihre Lieblingsnester auf den Häusern Usedoms.

Störche im Anflug

Jedes Jahr läuten sie den Frühling ein. Mit ihrem strahlend weißen Gefieder und den leuchtend roten Schnäbeln und Beinen gehören die Weißstörche zu den beliebtesten Frühlingsboten. Ihr Winterquartier in Afrika verlassen sie normalerweise erst Ende März. Doch die immer wärmeren und kürzeren Winter in Deutschland locken sie inzwischen schon deutlich früher zurück in die Heimat. Der eine oder andere Nesthocker erspart sich sogar ganzjährig die Strapazen der anstrengenden Interkontinentalflüge und richtet sich gleich ganzjährig häuslich bei uns ein. In milden Wintern mit wenig Schnee und mäßigem Frost finden die Hiergebliebenen noch ausreichend Nahrung. Regenwürmer, Mäuse und Fische stehen dann auf dem Speiseplan. Mit ihnen überstehen sie die kalte Jahreszeit problemlos.

Bei frostigen Temperaturen bietet die Ostsee ein besonderes Schauspiel. Die Buhnen tragen schimmernde Eisbärte, die Wellen erstarren zu bizarren Eisskulpturen.

Herrliche Winterlandschaft im Februar

Im statistischen Durchschnitt ist der Januar der kälteste Monat in Deutschland. Doch auch im Februar dreht der Winter oft noch einmal kräftig auf. Im Gegensatz zum Januar steht dann die Sonne schon höher, so dass der zweite Monat im Jahr oft ein Garant für herrliche Winter-Impressionen ist. Gerade in Verbindung mit den schäumenden Wellen und dem gischtenden Wasser der Ostsee bringt die Natur dann Kunstwerke hervor, die kein Mensch auch nur annähernd so schön gestalten kann.

Wasserschloss Mellenthin
Schlossallee 5
17429 Mellenthin
Tel.: 038379 2878-0
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Das Schloss ist Täglich ab 12 Uhr geöffnet
Warme Schloss Küche täglich 12-20 Uhr
Brauerei laut Veranstaltungskalender
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